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Dienstag, 18.11.2025

Workshop: Literary Narratives on Climate in the Early Modern Age

Aufnahme Garcia-Miguillan-Torres während eines Vortrags

Kann uns Literatur helfen, die Folgen von Naturkatastrophen besser zu verstehen und Resilienz zu entwickeln?

In ihrer Präsentation "Literary Narratives on Climate in the Early Modern Age" gab Claudia García-Minguillán Torres, die derzeit ein Fellowship im fakultären Schwerpunktbereich Transmediterrane Verflechtungen innehat, einen spannenden Einblick in ihr neues Forschungsvorhaben zu Klimaveränderungen und Naturkatastrophen in älteren romanischen Literaturen. Dabei warf sie die ebenso anregende wie provokante Frage auf, ob sich in literarischen Texten konkrete Ansätze für den Umgang mit verheerenden Naturereignissen finden lassen. Im Zentrum ihres Vortrags stand als Fallbeispiel das epische Gedicht La Riada (1784)des spanischen Autors Cándido María Trigueros, das der großen Überschwemmung in Sevilla zum Jahreswechsel 1783/84 gewidmet ist. Dieses historische Krisenereignis und seine literarische Bearbeitung rückte Claudia García-Minguillán Torres in einen suggestiven Vergleichszusammenhang mit der Flutkatastrophe in der mediterranen Küstenstadt Valencia im Herbst 2024 ein. Hiervon ausgehend entspann sich eine sehr lebhafte Diskussion, in der sich das Publikum und die Referentin über - historisch sicherlich wandelbare - Erfahrungs-, Wahrnehmungs- und Darstellungsweisen von Naturkatastrophen in Literatur wie in der realen Lebenswelt austauschten.       

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