Lange Nacht der Forschung 2026
Dieses Jahr hat bei der Langen Nacht der Forschung am 24.04.2026 vor allem der Schwerpunktbereich Mehrsprachigkeit, Migration und kulturelle Transformation die Station der GEWI Schwerpunktbereiche ausgerichtet. Wir haben uns bei der Konzeption auf das verbindende Element zwischen uns Menschen unabhängig von Herkunft oder Kulturkreis fokussiert: Sprache.
Am Stand konnte man zum einen Wissenswertes über verschiedene Sprachen erfahren und beim Sprachenquiz sein Wissen gleich testen. Beliebt war auch, selbst auf Sprachensuche zu gehen. Die Aufgabe war, aus rund 7.000 Möglichkeiten „seine“ vorher gezogene Sprache innerhalb von 2 Minuten auf der Weltkartensimulation zu finden.
Bei uns ließ sich jedoch nicht nur die Welt, sondern auch das nähere sprachliche Umfeld erkunden. Auch hier kamen Kartensimulationen zum Einsatz, um größere Nationalsprachen wie Ukrainisch und Belarussisch, aber auch kleinere, weniger bekannte Sprachen und Varietäten wie Kärntner Slowenisch, Burgenlandkroatisch, Judenspanisch, Romani oder Pannonisch-Russinisch zu verorten und anzuhören.
Viele Sprachen haben regionale Varianten. Da ist Deutsch keine Ausnahme. So konnte man sich bei uns verschiedene in Österreich gesprochene Dialekte anhören und versuchen, den Dialekt geographisch zu verorten.
Viele Menschen sind heutzutage mehrsprachig, beherrschen also zum Teil von Kindesbeinen an mehr als eine Sprache. Wie Autor*innen mit dieser Vielfalt zum Teil umgehen, war ebenfalls zu hören. Ausgewählt waren Texte österreichischer Autor:innen, die nicht bzw. nicht nur auf Deutsch, sondern auch in ihrer Erstsprache, im Dialekt oder überhaupt mehrsprachig schreiben. In vielen Diskussionen mit Besucher*innen wurde erörtert, wie wir mit solchen Texten umgehen und wie die Gesellschaft Mehrsprachigkeit wahrnimmt.
Wir verstehen Mehrsprachigkeit als Ressource. So war auch Ziel des Abends, ein buntes Bild von Mehrsprachigkeit zu zeichnen. Daher war jede:r Besucher:in eingeladen, eine Begrüßung auf einer ihr oder ihm bekannten Sprache oder Dialekt aufzuschreiben und an unsere Pinnwand zu hängen. Das Ergebnis ist genauso bunt wie die Sprachenlandschaft unserer Welt.